Kate Kenyon gehört zu den bekanntesten Content-Beraterinnen. Wir wollten erfahren, was zu ihren Aufgaben gehört. Ihre Antwort: “I model and measure content and the team that make it”. Wie ihre tägliche Arbeit im Detail aussieht, beleuchten wir in diesem Post.

Große Marken mit viel Content wie Unilever, Ford, Shell, Virgin media, P&G oder AstraZeneca holen sich Unterstützung für ihre digitale Transformation von Kate Kenyon und ihrem Team der Agentur cognified. Seit über zehn Jahren kümmert sich die Content Strategin um die technische Umsetzung von Change Projekten im Bereich Online Content. Das bedeutet, Kate Kenyon schließt die Lücke zwischen vergangenen und zukünftigen Arbeitsweisen. Die Content Beraterin löst Probleme und hilft bei der Erreichung der Unternehmensziele mit Content.

Viele Einblicke in die Content Beratungswelt

Das Besondere an Kate Kenyon: Sie kennt alle Bereiche der Content-Beratung. Sie hat sowohl auf Unternehmensseite bei Expedia als Content Strategin, als freie Content-Beraterin und als auch auf Agenturseite gearbeitet. Der große Unterschied? Kate resümiert:

“Auf Unternehmensseite ist es oft schwieriger Dinge zu verändern. Wenn ein Unternehmen zu dir als Agentur kommt, sind sie sich ihres Content-Problems schon bewusst und wissen, dass dort etwas verändert werden muss. Das ist der große Unterschied. Die Arbeit auf Agenturseite ist demnach oft leichter, weil die Einsicht auf Unternehmensseite schon da ist.”

In dieser jungen Disziplin in  den verschiedenen Bereichen bei namhaften Unternehmen etwas bewegt zu haben – dieser Erfahrungsschatz hat uns immens beeindruckt. Daher nutzten wir die Chance, uns Tipps von der Content Beraterin zu holen.

Fünf Tipps von Kate Kenyon

Kate Kenyon gibt uns zukünftigen Content Strategen diese wertvollen Tipps mit auf den Weg:

  • Höre genau zu
    ‘Zuhören können’ ist eine wichtige Eigenschaft eines Content Beraters. Denn nur wenn ich verstehe, was das Unternehmen genau braucht, kann ich dafür sorgen, dass der richtige Content an der richtigen Stelle platziert wird. Kate Kenyon fasst zusammen:

    “Zum Scheitern ist ein Projekt verurteilt, wenn ich mir nicht genug Zeit nehme, den Kunden zuzuhören, genau zu verstehen, was sie brauchen. Um diese Zeit muss man oft kämpfen, aber es macht sich auf jeden Fall bezahlt!”

  • Finde heraus, wieviel Veränderung möglich ist
    Das Unternehmen darf nicht überfordert werden. Es bringt nichts, wenn wir von unserer Idee überzeugt sind, es aber keine Umsetzer auf der Unternehmensseite gibt. Zuerst muss das Unternehmensziel bekannt sein. Das ist oft nicht genau artikuliert.

    “Viele möchten Veränderung, aber keiner will sich verändern”

    Kate versucht herauszufinden, welche Möglichkeiten es beim jeweiligen Kunden gibt. Und mit wieviel Veränderung der Kunde umgehen kann. Als Berater dürfen wir das Unternehmen nicht überfordern. Daher ist es unsere Aufgabe, die Mitarbeiter bei der Einführung einer neuen Technologie oder neuer Arbeitsprozesse zu begleiten. Das ist oft eine schwierige Aufgabe. Der Content Berater bildet hier eine langfristige strategische Unterstützung für die Erreichung der Content- Ziele.

  • Kommuniziere und sammle Informationen
    Als Content Berater ist die Fähigkeit, zu kommunizieren der Schlüssel zum Erfolg. In Form von Gesprächen mit entscheidenen Stakeholder kann ich die wichtigsten Informationen über das Unternehmen sowie den vorhandenen Content zu sammeln. Laut Kate hilft es im Prozess ungemein, die Kunden miteinzubeziehen. Persönliche Gespräche mit der Führungsebene, den Stakeholdern, dem Kundenservice und im besten Falle auch mit den Usern bilden daher die Basis für die weiterführende Content Strategie. Neben den Gesprächen ist auch der Zugang zu relevanten Daten für unsere Arbeit von Bedeutung. Dazu zählen eine Liste der Customer Journeys, alle Content Types, Kundenprofile, Content Verantwortliche etc.
  • Priorisiere und involviere das Management
    Auf Basis dieser gesammelten Informationen nimmt Kate zu Beginn der Strategiephase jenen Teil der Customer Journey, der entscheidend für den Unternehmenserfolg ist. Diesen bearbeitet sie zuerst. Dieser Schritt kann auch im Zuge eines Workshops erfolgen. Ziel soll es sein, eine Liste der Content Types zu erstellen. Im Zuge des Priorisierungsprozesses kann dann genau festgelegt werden, was zu im Prozess der Contenterstellung zu ändern ist. Kate empfiehlt, diese Änderungen möglichst transparent zu machen, eine dazugehörige Zeitleiste vorzugeben und das Management in diesem Schritt unbedingt zu involvieren. Aus ihrer Erfahrung heraus, hat das Management die eigenen Ziele oft gar nicht definiert. Ihr Tipp, um das möglichst sensibel zu thematisieren: Einfach fragen, was gefällt. Zum Beispiel konkret nach “welche Website gefällt Ihnen”, um ein Gefühl für die eigentliche, of nicht artikulierte, Erwartungshaltung zu bekommen. Diese gilt es ja schlussendlich auch zu erfüllen.
  • Präsentiere das Wichtigste
    Als Berater ist es immer wichtig, Meilensteine und Teilergebnisse zu präsentieren. Kate betont jedoch, dass nicht den Weg, wie ich dort hingekommen bin, relevant ist, sondern immer nur das Ergebnis. Der Hintergrund: Tabellenblätter und interne Dokumente schrecken die Kunden und Auftraggeber nur ab. Sie sind weniger an der eigentlichen Content Strategie und den Veränderungsprozessen interessiert. Die Kunden möchten eine Lösung für ihre Probleme und ihre ineffizienten Abläufe. Die erarbeiteten Lösungen können wir daher zusammenfassen und auf das Wichtigste reduziert präsentieren. Ganz nach dem Motto: Mache genau so viel, um das Problem zu lösen und verlaufe Dich nicht in Details.

Was nehmen wir mit:

Die Kunst als Content Berater besteht darin, viele Eigenschaften zu einem Gesamtpaket zu verbinden: Selbstbewusstsein, Empathie, die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte zu verstehen, kommunizieren und vor allem zuhören. Unternehmensziele definieren und die Content-Strategie darauf aufbauen sind das A und O. Content produzieren, der die Ziele des Unternehmens einerseits unterstützt und die User auf der anderen Seite wirklich interessiert. Im Prozess Langzeitprojekte und schnell zu lösende Projekte identifizieren. Was für uns zusammenfassend bedeutet:

“Get the right content to the right people in the right time.”

Möchten Sie mehr über Kate erfahren? Wir empfehlen den Podcast zur Content Strategie

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