Aktuelle Links zu Suche und SEO. Sie zeigen: Wer gefunden werden will, muss sich auf die Semantik konzentrieren.

Googles Fokus: Der Assistant

Google hat auf der letzten Consumer Electronics Show zahlreiche Neuerungen vorgestellt. Im Zentrum stand der Google Assistant. Allein um die Möglichkeiten des Assistant zu zeigen, ließ Google ein eigenes zweistöckiges Gebäude beim Kongresszentrum errichten.

Techcrunch fasst die Ankündigungen zusammen und resümiert:

​Google has made it pretty clear at this point that it sees Assistant as the next evolution of Google searches, so expect Assistant to play a role in almost everything consumer-facing the company does moving forward.

Das bedeutet nicht nur, dass die Spracheingabe für die Suche immer wichtiger wird und man es Google durch Strukturierung und Metadaten so leicht wie möglich machen muss, Inhalte in seinen Knowledge Graph aufzunehmen. Es bedeutet auch, dass es immer mehr Touchpoints für die Suche und damit für den Zugang zu Inhalten geben wird, von Abspielplattformen für Medien wie Sonos-Boxen oder Samsung-Fernsehern über Autos bis zu Weckern und Küchengeräten.

Wie Google selbst seine Angebote optimiert

In einem Post der Serie Think with Google stellen Google-Mitarbeiter dar, wie sie selbst ihre Angebote für die Suche optimieren. Alles ist ausgerichtet auf eine

cohesive website SEO strategy that we can rely on no matter what fresh changes are introduced.

Dabei wird schrittweise und datengestützt optimiert:

focusing on small, incremental changes to a website’s overall SEO strategy really can produce noticeable gains over time.

Besonders empfohlen wird das URL-Prüftool in der Search Console. Im letzten Jahr habe man sich für Think with Google darauf konzentriert, von der Search Console gemeldete Fehler zu beheben, strukturierte Daten zu implementieren, und Accelerated Mobile Pages hinzuzufügen. Die Verbesserung der Content-Qualität insgesamt habe dazu geführt, dass man öfter für die Featured Snippets ausgewählt worden sei und dadurch bis zu 1000 Impressions mehr pro Tag erhalten habe.

Der wohl wichtigste Ratschlag: sich nicht auf die Performance einzelner Seiten, sondern auf das ganze Web-Ökosystem zu konzentrieren. Dazu gehört es zum Beispiel, Inhalte nicht auf unterschiedlichste Angebote zu verstreuen, sondern alle Energie in ein konsolidiertes Web-Angebot zu stecken.

Künstliche Intelligenz textet Suchanzeigen

Heute kommt es bei der Suchmaschinenoptimierung darauf an, Inhalte so aufzubereiten, dass die lernenden Google-Algorithmen erkennen, für welche Suchanfragen sie relevant sind. David Amerland publiziert dazu kontinuierlich, zuletzt in 5 Ways to Leverage the Recent A.I. Changes to Google Search. In diesem Post geht es um Anzeigen, die von Googles künstlicher Intelligenz entwickelt werden und dabei die Informationen verwenden, die die Seite enthält, zu der sie führen sollen. Solche responsiven Suchanzeigen werden gerade getestet.

Die von Algorithmen produzierten oder verbesserten Anzeigen sind eine Alternative zum bisherigen shotgun approach mit seinen

gross generalizations of the target audience, called marketing personas.

Damit die Anzeigen erfolgreich sind, muss der Inhalt einer Seite so genau wie möglich beschreiben, um welches Angebot es geht und was die Userinnen und User auf der Seite tun können:

In the past it was important to optimize a website to appeal to a search engine. Now the focus is on creating content that accurately and clearly describes what a business does, and how to get hold of its products or services.

​Amerland beschreibt, worauf es ankommt, damit Seiten für responsive search ads und damit auch generell in der Suche funktionieren:

  • Klarheit, klares Messaging
  • Detailreichtung
  • Nutzernahe Inhalte
  • Konsistenz im Gesamtangebot (breadcrumb trail)
  • Einfaches, ergonomisches Layout.

Was bedeuten diese Entwicklungen für die Content-Strategie? Knapp gesagt: Dass wir uns auf die Verständlichkeit, Aussagekraft und Brauchbarkeit der Inhalte und ihre Beschreibung in den Metadaten konzentrieren müssen, nicht auf Vermutungen über Zielgruppen. Wir müssen dabei mit den Suchmaschinen kooperieren. Wir sollten nicht versuchen, schlauer als Googles selbst­lernende Algorithmen zu sein.

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